Archiv der Kategorie: Veranstaltungen

60 Jahre in „Mörlau“

Seit 1959 ist der MV „Harmonie“ beim Fastnachtszug in Mörlau dabei. Es ist immer wieder ein Erlebnis, im Zug zu marschieren und die Narren mit unserer Stimmungsmusik zu erfreuen. Lange Zeit haben wir ab 14:11 Uhr den „Tusch“ zu den Eröffnungsreden des Prinzenpaares und anderer „Hoheiten“ am Schloß gespielt. Schon ab 12 Uhr holten wir einige Jahre die Tollitäten des Mörlauer Carneval Clubs (MCC) von daheim ab. Wir haben bei Dauerregen, 10 Grad minus und bei Sonnenschein gespielt. Und hatten über die langen Jahre hin alle möglichen Fastnachtskleider an und Kappen auf.

Und nächstes Jahr sind wir wieder dabei, wenn der Ruf erklingt: „Mierle“ – „Mörlau“!

Link

Spendenübergabe an KiTa St. Elisabeth

Adventskonzert von Harmonie und Concordia mit solistischen Leckerbissen. Bunter Querschnitt populärer Weihnachtsliteratur

Reichelsheim – Dorn-Assenheim (hh.) „Hier klingt der Zauber der Weihnacht in allen Facetten“, freut sich ein Konzertbesucher. Mit vorweihnachtlicher Literatur gelang es dem Gesangverein Concordia und dem Musikverein Harmonie einmal mehr, das Publikum in der Pfarrkirche St. Maria Magdalena zu verwöhnen. Lob gab es für die Dirigenten Tobias Lipka und Andreas Schmidt, die sich mit ihrer Programmauswahl gegenseitig die Bälle zuspielten und festliche Chor- und Instrumentalmusik mit temperamentvolle Arrangements zu einem bunten Mosaik zusammenfügten. Virtuos und filigran setzte zudem Dr. Ralf Schäfer mit Auszügen aus der Elsässischen Weihnachtsmesse die Kirchenorgel in Szene.

Mit einem perfekten Zusammenspiel und viel Rhythmusgefühl punktete zunächst die Concordia. Man merkte den Akteuren dabei die Motivation aus dem jüngsten Chorwochenede an. Textlich und musikalisch pointenreich wurde der besonderen Atmosphäre der heiligen Nacht mit Stücken aus dem deutschen und englischen Sprachraum Rechnung getragen. „Das alpenländische ist bei uns beliebt“, verriet Lipka und forderte gleich beim ersten A-Capella Stück Leistung: „Schön, wie sich die einzelnen Stimmen auffächern und einen homogenen Klang mit Alt- und Tenormotiven bilden.

“Melodiös und harmonisch wirkte das im Schlagerstil angestimmte Vater Unser, bevor der Dirigent mit einer Cliff Richards-Interpretation ein Experiment wagte. Denn dieser ist nicht nur für seine soulige Stimme, sondern auch für eine rhythmisch schwierige Stilistik bekannt. Gospelrhythmik und synkopische Rafinessen zauberten im Agnus Dei schießlich eine mitreißende Spiritualität ins Kirchenschiff. Dabei profitiert der Chor auch von seinen talentierten Solisten. Wie bei Antonia Finkeldey die mit einem lupenreinen Sopran die jazzigen Elemente des Songs „Es fängt an wie Weihnachten auszusehen“ spielerisch jonglierte. Mit Vater Axel Finkeldey brillierte sie später harmonisch abgestimmt im Quodlibet Night of Silence. „Sehr gefühlvoll“, lobte Lipka das spannungsreiche Wechselspiel mit dem zurückhaltend summenden Chor.

Nun war die Harmonie dran. Away in a Manger kleidete traditionelle Literatur in ein kreatives Gewand. Das Stück besticht durch seine synkopische Verarbeitung und die Kunst, so Andreas Schmidt „das tiefe Blech in seiner Dynamik im Zaum zu halten“. Die Botschaft, dass dem Herrn nicht nur mit Ernst und Andacht gedient werden kann, beweis das fröhliche I will Follow Him aus dem Filmklassiker Sisters Act. Das Publikum hört zunächst einen Choral, um dann von rockigem Beat überrascht zu werden. Clever übersetzten dabei die Musiker die Individualität des Gesangsstücks ins Instrumentale.

Charakteristisch für die Ballade You rise me up war das auch in den Orchesterpassagen zur Geltung kommende Trompetensolo von Marius Münch. „Gut geklappt“ lobte Schmidt, zumals sich das Holzregister in die Rolle der Nebenmelodie perfekt einfügte. Mit dem klassischen Pop Song „The Rose“ schlug die Harmonie nun sanftere Töne an. Einfühlsam begann das Arrangement ebenfalls mit einem Trompetensolo, in das sich nacheinander alle Register einreihten. „Der Satz ist schwer zu spielen“, resumiert Schmidt um dann mit einem peppigen Potpourri einen kunterbunten Querschnitt populärer Weihnachtslieder zu bieten, die im Jingle Bells einen schlittenfahrenden Abschluss fanden.

Fotos: Mit Solisten punkteten Harmonie und Concordia: Marius Münch glänzte mit samtweichen und doch voluminösen Passagen, Antonia Finkeldey gab einer Interpretation von Michael Boublé eine jazzige Note

Konzert „1000 Takte Blasmusik!“ am 16. Juni

Hier einige Bilder vom erfolgreichen Konzert. Bericht siehe unten.

Zum Konzertbeginn scheint die Sonne auf die Musiker.

 

Geschafft! Viel Applaus für ein gelungenes Konzert.

 

Ehrungen für verdiente fördernde Mitglieder (25 Jahre) und Ehrungen für verdiente aktive Musiker (20 bis 50 Jahre).

 

Bericht in der Wetterauer Zeitung am 21.06.2018

Seit genau 130 Jahren sorgt der Musikverein Harmonie für gute Unterhaltung in seiner Heimatgemeinde. Wie es über der Bühne zu lesen war, genießen und vermitteln die Musikanten seit über einem Jahrhundert »Freude an der Musik«. Das glaubt man den rund 25 Musikern sofort, denn ohne diese Freude wird man sicher nicht die Disziplin aufbringen, ein solches Konzertprogramm einzustudieren. Wie der Vorsitzende Helmut Weitz in seiner Begrüßung schon ankündigte: »Wir können mehr als Polka, Walzer, Marsch!« Damit sollte er recht behalten.

Persiflage aufs »Humpa, humpa«

Unter der Leitung von Andreas Schmidt läutete die fanfarenartige Eröffnung des Konzertmarschs »Regimentsparade« von Antonin Zvacek den Beginn des kurzweiligen Abends ein. Bei volkstümlichen Titeln wie der »Feinschmecker-Polka« von Ernst Mosch oder der Polka »Von Freund zu Freund« von Martin Scharnagl wurde es schnell familiär in der Fest- und Sporthalle, und wo es passte, wurde mitgesungen, mitgesummt, mitgeklatscht oder auch gepfiffen. Dem Konzertprogramm tat dies keinen Abbruch, stand doch die Freude an der Musik im Mittelpunkt, die offensichtlich auch auf das Publikum übergegriffen hatte.

Dass sich die Musiker der „Harmonie“ auch selbst auf den Arm nehmen können, zeigten sie mit der »Scherzpolka« von Thomas Doss, einem Komponisten, der eigentlich mehr für moderne Orchesterwerke bekannt ist. In diesem Stück wurde das »Humpa, humpa« persifliert, und manchmal startete ein ganze Instrumentengruppe einen Ton versetzt in den Einsatz und zog ihn auch knochentrocken durch, was manchen im Publikum fragen ließ: »Gehört das so?« Schließlich lachten die Zuhörer und auch die Musiker, nachdem der Schlussakkord verklungen war.

Die eingängige italienische Melodie »Ciribiribin«, ursprünglich im Dreivierteltakt, schaffte es in der Nachkriegszeit in die Unterhaltungsmusik und wurde dort auch als Swingnummer gespielt. Solist an der lässigen Trompete war Marius Münch.

In die Welt des Films entführten die Dorn-Assenheimer mit den Titel »North and South«, in Deutschland besser bekannt unter »Fackeln im Sturm«, und mit den »Tollkühnen Männern in ihren fliegenden Kisten«. Pop und Rock bediente das Orchester gekonnt mit den Medleys »Abba Revival«, »Grease« oder »Spirit of 69«. Für den Titel »On Broadway« hatten die Nachwuchsmusikerinnen Laura und Marisa Schmidt einen Tanz einstudiert, mit dem sie bei der Generalprobe überraschten, und natürlich ernteten die beiden auch beim Konzertabend hierfür großen Applaus. So verging das Konzert, moderiert von verschiedenen Musikern des Orchesters, wie im Flug, und ohne Zugaben durften die Aktiven nicht von der Bühne.

Auszeichnung für Dietmar Mittig

Das volle Haus bot den passenden Rahmen für Ehrungen aktiver und passiver Mitglieder der Harmonie. Eine besondere Ehrung des Bundesverbands für 50 Jahre aktive Verdienste für die Blasmusik sprach Bezirksdirigentin Petra Winter Dietmar Mittig aus. Seit 40 Jahren aktiv bei der Blasmusik sind Michael Dönges, Thorsten Lemler, Berthold Schäfer, Martin Walter und Armin Winkler, sie wurden hierfür vom Hessischen Musikverband geehrt sowie Andreas Schmidt für 30 Jahre und Stefanie für Weitz für 20. Für 25-jährige Vereinstreue ehrte die Harmonie die Mitglieder Simone Eichelmann, Sabine Stiefmeier-Siemsen, Christine Roth, Iris Schiel, Horst Bilger, Alfred Ess, Werner Michalak, Jens Mayer und Volker Wagner.

 

Gemeinsame Übungsstunde und Konzert

Der Nachmittag am 3. März hat allen, die dabei waren, sehr gut gefallen! Sie haben sich gegenseitig kennengelernt und mit viel Freude gemeinsam Musik gemacht.

Musikanfänger und alte Hasen haben gemeinsam die Sternpolka, When The Saints Go Marching In und Morning has broken geübt und hatten dabei viel Spaß. Eine gute Stunde später kamen dann Geschwister, Eltern, Omas, Opas, Freunde und Vereinsmitglieder dazu und hörten sich diese Stücke von allen Musiker als kleines Konzert an. Außerdem haben die jungen Musiker in kleinen Gruppen (Blockflöten, Klarinetten) bekannte Kinderlieder vorgespielt und gezeigt, was sie bisher gelernt haben. Die neue Jugendgruppe mit Querflöte, Klarinetten, Trompete und Schlagzeug hat den Pausenclown und Morning has broken gespielt. Alle Musiker erhielten einen kräftigen Applaus für ihre Musikvorträge.

Nachdem die Musiker vom Stammorchester die Musikstücke Auf der Vogelwiese, Beyond The Sea und Nessaja gespielt hatten, wir „Musikinstrumente ausprobieren“ angesagt.

Diese Veranstaltung hat alle Musiker, besonders aber die jungen, motiviert, weiterhin mit Freude zu üben und Musik zu machen.

http://www.holger-and-more.de/mvhschnupper03032018.html

Eifrig beim Üben!

Gleich klappt es mit dem ersten Ton.

 

 

Schlachtfest und Blasmusik am 3. Februar

Schlachtplatte mit Can-Can serviert

Reichelsheim – Dorn-Assenheim (hh.) „Es ist schön, hier alte Freunde zu treffen“, freute sich Norbert Faust. Der Dirigent der Ober-Mockstädter Musiker sorgte mit seinem Orchester für den musikalischen Part beim Schlachtfest der Harmonie. Faust dirigierte die Dorn-Assenheimer 11Jahre lang bis 2002 und engagierte sich auch als Saxophonist.

Doch es sollten den Abend über nicht beim Austausch von Komplimenten bleiben. Es wurde gesungen, geklatscht, geschwätzt, musiziert und herzhafte Speisen genossen. Der große Wurstkessel musste vor Ort zwar nicht angeheizt werden, denn die Waren wurden mundgerecht angeliefert. Doch auch so hatten die Helfer alle Hände voll zu tun, um die Gäste mit Blut- und Leberwürstchen oder saftigem Bauchfleisch zu verwöhnen.

Musikalisch waren volkstümliche Klänge Trumpf. Die Aktiven aus Ober-Mockstadt zauberten das Ambiente, so wie sie es am besten können. Fein in der Abstimmung der Register und akkurat in Vortragsweise erklangen böhmische Ohrwürmer wie zackige Märsche. Beim Can-Can wirbelten selbst die Beine im Gleichklang zu den Instrumenten. Auch das Publikum durfte Wünsche äußern, und dabei gleich den Taktstock übernehmen.

Harmonie Vorsitzender Helmut Weitz nutzte die Gelegenheit, Werbung in eigener Sache zu machen. Derzeit wird die CD 1000 Takte Blasmusik produziert, welche der Verein kürzlich mit den Ober-Mockstädtern und Wettertalern Musikern aufnahm. Kostproben waren bereits zum Abschluss des Abends zu hören.

Abend der Blasmusik – 1200 Jahre Reichelsheim – Spendenübergabe

Russische Seele, Böhmische Liebe und Nemo entdeckt

1200 Jahre Reichelsheim: Beim Konzert der städtischen Musikvereine erklingen die unterschiedlichsten Stilrichtungen

Reichelsheim – Dorn-Assenheim (hh.) „Erstmals stehen alle städtischen Musikvereine auf einer Bühne“, stimmte Hans-Richard Hitz auf eine Premiere ein. Nur wenig später sollte eine dreistellige Musikerzahl die Sport- und Festhalle in den Ausnahmezustand versetzen. „Das ist nicht nur die letzte Veranstaltung zum 1200. Geburtstag der Kernstadt“, ergänzte Bürgermeister Bertin Bischofsberger, „sondern auch ein schöner Übergang zur 700 Jahr Feier Dorn-Assenheims.“ Dann sprachen die Instrumente: Die Vereine aus Reichelsheim, Dorn-Assenheim und Blofeld spannten einen Bogen vom Broadway über Udo Jürgens zur böhmischen Musik. Das Fazit: Die Musiker beherrschen Konzertantes so stilsicher wie aktuelle Songs oder die Legenden der 60er.

„Ich kenne keine Genregrenzen“, gibt Alexander Gröb die Blofelder Richtung vor, um zunächst die Facetten der russischen Seele zu erkunden. Hier tummelten sichmelancholische Liebeslieder, tiefgründige Dramen oder ein rassiger Säbeltanz. Dabei meisternten die Musiker charakteristische Tempiwechsel akkurat wie im Popklassiker Music.  Der bezaubert durch In sauberem Piano getragenen Passagen gespickt mit ungewohnten 7/4tel Takten. Kontrastreich, gefühlvoll und dramatisch zieht die Hymne ihre Zuhörer in den Bann, um diese gleich mit Highland Cathedral auf den Pfad majestätisch schottischer Musik zu führen.

Die Italo-Western Klassiker von Enrico Morricone zeigten, wie bunt ein Blasorchester klingen kann. Harmonisch trampelten die Klarinetten mit Hufegeklapper des Weges entlang, dann starteten die tiefen Register fzum dramatischen Spiel mir das Lied vom Tod. Spannend und gefühlvoll zeigte sich die Musicalwelt von Andrew Lloyd Webber. Das vielschichtige Arrangement bestach durch die Melodieführung der Trompeten bei Jesus Christ oder dem spannungsgeladenen Part im tiefen Blech bei Phantom der Oper.

„Wir haben viel Zeit in das Zusammenspiel der Register investiert“, lobte Andreas Schmidt seine Akteure. Einem zackigen Militärmarsch folgte ein „Schlageranfall“: In Udo Jürgens live präsentierten sie eine Songauswahl der 70er und 80er Jahre. So standen die Trompeten auf „17 Jahr, blondes Haar“, während die Klarinetten „Mit 66 Jahren“ das Leben beginnen ließen, sich das tiefe Blech „Aber bitte mit Sahne“ wünschte und die hohen Stimmen zum „Griechischen Wein“ zuprosteten. Eine tolle Artikulation der extrem abwechslungsreichen Melodienführung.

Dabei schüttelten die Musiker unterschiedlichste Swingelemente aus dem Handgelenk: Hier der mitreißende St. Louis Blues, dort das unbeschwerte, fast tänzerische Beyond the Sea. „Das ist Musik aus Nemo, meinem Lieblingsfilm“, hört man ein Kind mitsummen. Es folgte der funkensprühende Nostalgietrip in die 60er mit Flower Power und Woodstock. Im Spirit of 69 wurden hippige Songs der Monkees lebendig wie der Sound der Bee Gees in der Ballade Massachusetts oder bodenständige Countrymusik.

Mit Stücken aus Böhmen und Tirol erhielt Wernfried Meiß eine Steilvorlage. „Wer hat sich bei diesen herrlichen Polkas und schmissigen Märschen nicht schon mal dabei ertappt, mit den Fingern zu schnipsen“, betonte der Reichelsheimer sein untrügliches Gespür für den Geschmack des Publikums. Das outete sich als Fan böhmischer oder Egerländer Lebensart und hatte zudem seine Freude an Kärntner Klängen und den stilistischer Raffinessen der oberschwäbischen Dorfmusikanten. Dennoch: Der Höhepunkt war gesanglicher Natur. Mit Daniela Hess griff Meiß zum Mikrofon und bekannte sich zur „Böhmischen Liebe“.

Dann wurde es laut: Nach den Alten Kameraden und dem Böhmischen Traum erwiesen alle Musiker gemeinsam dem Geburtstagskind mit dem „Gruß an Reichelsheim“ ihre Referenz.

Schnell, schwungvoll und dennoch sehr exakt: Der Musikverein Harmonie begeisterte mit spritzigen Märschen und temperamentvollen Melodien

Waren für den volkstümlichen Konzertpart verantwortlich: Wernfried Meiß und Daniela Hess interpretierten die Böhmische Liebe auf Ihre Weise.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Premiere: Erstmals standen die Musiker aus Blofeld, Dorn-Assenheim und Reichelsheim gemeinsam auf einer Bühne

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Über 600 Euro für Sozialstation

Reichelsheim – Dorn-Assenheim (hh.) Die letzte Veranstaltung der Reihe 1200 Jahre Stadt Reichelheim für den guten Zweck. Betina Krückl und Christina Benner (vorn rechts) durften sich während des Abends der Blasmusik über einen Scheck von rund 600 Euro für die Sozialstation Mittlere Wetterau freuen. Die Vorsitzenden des Musikvereins Reichelsheim, Hans Richard Hitz und der Harmonie Dorn-Assenheim, Helmut Weitz wie die Abteilungsleiterin des Musikzuges Blofeld, Lena Herget (hinten im Bild) hatten auf Eintrittsgelder verzichtet und stattdessen um eine Spende gebeten. „Wir werden das in die Fortbildung investieren“, sagt Krückl, denn nicht alles ist über die gesetzlichen Möglichkeiten abgedeckt. Es mache nicht immer Sinn bei zwanzig Mitarbeitern nur einzelne Personen zu solchen Terminen zu schicken, „besser ist es wenn vor Ort alle und damit letztendlich auch die Patienten profitieren.“ Dabei werde ein Schwerpunkt auf den Bezug zur Demenzbetreuung gelegt.

Spendenübergabe an Betina Krückl und Christina Benner von der Sozialstation Mittlere Wetterau

 

Musikerausflug nach Heppenheim

In diesem Jahr ging der Ausflug der aktiven Musiker nach Heppenheim. Warum gerade Heppenheim? Gerhard Herbert, unser ehemaliger Musiker, früheres Vorstandsmitglied und früherer Heppenheimer Bürgermeister hatte uns eingeladen.

Toll hat er uns begrüßt: Mit original Heppenheimer Wein. Während dem Weingenuss hatten wir ausgiebig Gelegenheit über alte und junge Vereinsgeschichten zu sprechen.

Eine Wäscherin aus früheren Zeiten hat uns die baulichen Schönheiten und lauschigen Ecken von „Hepprum“ gezeigt und viele Geschichten und Geschichtschen erzählt. Nach der Stadtführung führte uns der Weg auf die Starkenburg, in der Hoffnung, dort etwas Essbares zu bekommen. Wir mussten mit flüssigem Brot auskommen.

Alles Wissenswerte über den Weinbanbau an der Bergstraße erfuhren wir bei einer Besichtigung der Winzergenossenschaft. Zwischen den Weinproben und dem Abendessen haben wir noch einige Musikstücke gespielt.

Tage, die in Erinnerung bleiben…

Festtage der Harmonie klingen mit Festzug und stimmungsvoller Party aus

Reichelsheim – Dorn-Assenheim (hh.) „Es war eines der besten Vereinseinsfeste, das ich je erlebt habe“, brachte TSV-Vorsitzender Norbert Petri sein Lob für die Veranstalter auf den Punkt. Zum wiederholten male hatte es der Musikverein in diesem Jahr geschafft, die Sport- und Festhalle bis auf den letzten Platz zu füllen. Nach dem Bunten Abend am Freitag und einem Rockkonzert am Samstag klangen die Festtage zum 125. Geburtstag der Harmonie mit einer großen stimmungsvollen Party aus.

Zuvor jedoch genoß das Publikum einen bunten Festzug. Auch Petrus zeigte sich nicht als Spielverderber und so konnte die Dorn-Assenheimer mit ihren Gästen bei Sonnenschein und guter Laune ausgiebig feiern. „Selten habe ich hier so viele Leute auf der Strasse gesehen“, lobte auch Bürgermeister Bertin Bischofsberger die Bürger, die bereits um die Mittagszeit ihre Sitzgarnituren und gekühltes Flüssiges auf den Bürgersteig stellten.

Um die 600 Festzugteilnehmer sorgten auf den Strassen für eine tolle Atmosphäre. Zu Fuß, mit Traktor und Motivwagen, in historischen und modernen Gefährten schlängelte sich der festliche Bandwurm durch ein winkendes Spalier von Schaulustigen über die Fähnchen- und Birken-geschmückten Straßen. Unverzichtbar dabei die musikalische Umrahmung: Kapellen aus Blofeld, Echzell, Nieder-Mörlen, Ockstadt und Reichelsheim erwiesen den vorneweg marschierenden Musikern der Harmonie ihre Geburtstagsgrüße. Keine Probleme, dabei den richtigen Takt zu finden hatten die Ehrengäste. Im Traktor-gezogenen Fuhrwerk führten Bürgermeister Bertin Bischofsberger, Stadtverordnetenvorsteher Holger Strebert, Pfarrer Markus Stabel und Harmonie-Vorsitzender Helmut Weitz den Zug an.

Zahlreiche befreundete Vereine und Gruppen nutzten die Gelegenheit, mit geschmückten Festwagen bei teils heiteren Motiven auf sich aufmerksam zu machen. Dort oben ließ es sich zünftig feiern und den Zuschauern zuprosten. Ob Frauenstammtisch, Kleintierzucht-, Gesang- oder Sportvereine, die Gestaltung der Gefährte war immer wieder ein Hingucker. Auch die Freunde der nostalgischen Sparte kamen auf ihre Kosten: Das 58 Jahre alte Großtanklöschfahrzeug des GTLF-Fan Clubs und der Historische Landmaschinenverein zeigten, wie in vergangenen Jahrzehnten das Löschwesen betrieben wurde. In einem Meer in Blau erschiednen die Stadtteilfeuerwehren. Optischer Blickfang waren zudem die auf Bobbycars radelnen Kinder der Kita St. Elisabeth, die Alphormdudler mit ihren meterlangen Instrumenten, Jugend DRK, Heuchelheimer Landfrauen oder der SV Reichelsheim, dessen Tanzgarde sich in blau-gelbe Schale geworfen hatte.

„Das sind Tage, die in Erinnerung bleiben“, hatte Weitz für jede der am Festzug teilnehmenden Gruppen ein Präsent in Form von hochprozentigem Jubiläumsschnaps dabei. Mit knackiger Unterhaltungsmusik in einem tollen und füllenden Sound begeisterte nun das Blasorchester aus Berstadt. Dabei war traditionelle Blasmusik genauso zu hören wie Schlager und beliebte Ohrwürmer der Rock- und Popmusik. Als dann zum letzten Zapfenstreich geblasen oder gesungen wurde, konnten das Team um Helmut Weitz aufatmen. Denn sie freuten sich, dass alles so gut geklappt hatte.

(Text: Holger Hachenburger)

Bei Rockfour wurden die Rockherzen schwach

125 Jahre Harmonie: Wetterauer Band begeistert mit viereinhalbstündigem Auftritt

Reichelsheim – Dorn-Assenheim (hh.) „Das war ein cooler Auftritt“ oder „Die Jungs machen einfach nur gute Laune“, waren einige der druckreifen Reaktionen in der Sport- und Festhalle im Publikum. Sie alle erlebten eine bunte Classic-Rock-Party anlässlich des 125. Geburtstags des Musikvereins Harmonie, die einer Reise in die 60er bis 80er Jahre gleichkam: live, authentisch, leidenschaftlich, impulsiv, begeisternd. Rockfour, seit geraumer Zeit zu „Rockfive“ angewachsen, ließen mit Coversongs die große Zeit von Foreigner, Queen, Deep Purple, Eagles, Pink Floyd, Supertramp, Bon Jovi oder Jethro Tull lebendig und damit jedes Rockherz schwach werden.

Leadsänger Stefan Wenzel, Hartmut Christe an den Keyboards, Bassist Peter Hensel, Schlagzeuger Harald Steinke und Gitarrist Wolfhardt Duda spielten alles, was die Rockmusik noch heute so beliebt macht. Ob Bed of Roses, Cold as Ice oder das legendäre Hotel California, die fünf Musiker brachten die Stücke derart melodisch und emotional rüber, als wären sie aus ihrer Feder entstanden. Doch Rockfour spielen die Klassiker nicht einfach nur runter, sie brillieren immer wieder mit eigenen Interpretationen. Zu ihren Markenzeichen gehören auch Instrumentenwechsel, so dass quasi immer eine neue Besetzung spielt.

Das Publikum, ohnehin in Feierlaune ließ sich nicht lange bitten, tanzte, sang und klatschte kräftig mit. Schon bei den Ankündigungen jubelten die Fans, sogar einige Luftgitarrenakrobaten waren bei Smoke on the water zu bewundern. Allein das Schlagzeugsolo zog die Besucher wie ein Magnet an den Bühnenrand und bei der Bohemian Rhapsody von Queen überzeugte die Band mit einer tollen Gesangsperformance ihres Keyboarders.

Dann ließ die Formation den Sommer 69 von Brian Adams auferstehen, als wäre es gestern gewesen. Man spürte, dass die Akteure teils bereits seit 1991 zusammenspielten, sie verstehen sich blind, sind stimmlich vielseitig und präsentieren sich praktisch alle auch als Vokalisten. Zum Schlussakkord schalteten Rockfour nochmals auf die härtere Gangart um, brachten Stücke von Santana oder Led Zeppelin. Dem Publikum hat es gefallen, nur ungern und nach vielen Zugaben ließen die Fans ihre Rockhelden nach Hause ziehen.

(Text: Holger Hachenburger)