Musikerausflug nach Heppenheim

In diesem Jahr ging der Ausflug der aktiven Musiker nach Heppenheim. Warum gerade Heppenheim? Gerhard Herbert, unser ehemaliger Musiker, früheres Vorstandsmitglied und früherer Heppenheimer Bürgermeister hatte uns eingeladen.

Toll hat er uns begrüßt: Mit original Heppenheimer Wein. Während dem Weingenuss hatten wir ausgiebig Gelegenheit über alte und junge Vereinsgeschichten zu sprechen.

Eine Wäscherin aus früheren Zeiten hat uns die baulichen Schönheiten und lauschigen Ecken von „Hepprum“ gezeigt und viele Geschichten und Geschichtschen erzählt. Nach der Stadtführung führte uns der Weg auf die Starkenburg, in der Hoffnung, dort etwas Essbares zu bekommen. Wir mussten mit flüssigem Brot auskommen.

Alles Wissenswerte über den Weinbanbau an der Bergstraße erfuhren wir bei einer Besichtigung der Winzergenossenschaft. Zwischen den Weinproben und dem Abendessen haben wir noch einige Musikstücke gespielt.

Jungmusiker auf Flughafentour

Der Rhein-Main-Airport ist sehr beeindruckend. Und die Flugzeuge dort, inklusive dem zurzeit größten der Welt, ebenso.

Die Jugendleitung des Musikvereins „Harmonie“ hatte die Jungmusiker zwischen 7 und 14 Jahren plus Musiklehrer am vergangenen Samstag zu dieser Flughafentour eingeladen. Zur Abwechslung mal ein Angebot außerhalb von Übungsstunde, Musikinstrument, Noten und Tönen.

Wie jeder Flugreisende mussten alle vor der Bustour den Sicherheitscheck durchlaufen. Bei dreien hat es so oft gepiept, dass sie sogar Schuhe und Strümpfe ausziehen mussten.

Mit dem Bus kamen sie hautnah an die geparkten Flugzeuge heran und staunten über ihre Größe und Spannweite. Auch das zurzeit größte Passagierflugzeug der Welt, ein Airbus A380 der Thai-Airways, im poppigen lila Design konnten sie bewundern und jede Menge Fotos schießen.

Während der Fahrt auf dem Flughafengelände erhielten sie viele Informationen über Flugzeuge, Fluggesellschaften, Passagiere und die Abfertigung. Auch einige Starts und Landungen konnten sie ganz nahe vom Bus aus sehen.

Mit der SkyLine wechselten sie zum Terminal 2 um sich nach einer Stärkung bei MD das bunte Treiben an den Gates und auf dem Rollfeld von der Besucherterrasse aus anzusehen. Für die jungen Musiker waren jedoch die rasanten Raketen-Rutschen viel interessanter. Deshalb fiel der Terrassenbesuch trotz gutem Ausblick und Sonnenschein relativ kurz aus.

Mit dem RMV und vielen neuen Eindrücken kamen alle am Spätnachmittag wohlbehalten wieder zu Hause an.

Helmut Weitz bleibt Harmonie-Chef

Hauptversammlung: CD-Aufnahme im Oktober – Neue Formate in der Jugendarbeit

„Wir wollen uns auf die Aufnahme einer CD konzentrieren, das hat Priorität vor einem eigenen Konzert“, gab Harmonie-Vorsitzender Helmut Weitz die Richtung für die kommenden Monate vor. Als Dauerabonnent für diese Funktion bestätigte ihn die Hauptversammlung auch für die kommenden zwei Jahre. Der seit 1972 amtierende Harmonie-Chef steuert damit auf 50. Vorstandsjahre bei den Musikern zu, zuvor hatte er vier Jahre lang die Vize-Position inne. Dabei kann Weitz auf weitgehende Kontinuität im Team setzen: Stellvertreter bleibt Andreas Schmidt, Schriftführer Armin Winkler und Rechner Alfred Schiel. Die Jugendvertreter Alana Hessel und Marius Münch komplettieren mit Beisitzer Berthold Schäfer die Mannschaft, der für Andreas Dönges gewählt wurde.

„Verein ist, was Du daraus machst“, bilanzierte Weitz und verwies auf den mit 19 Auftritten und 45 Übungsstunden prall gefüllten Terminkalender, worunter er das erst kürzlich gut besuchte Schachtfest mit Stimmungsmusik hervorhob. Resultat seien qualitativ ansprechende und abwechslungsreiche Auftritte, bei denen auch die Geselligkeit nicht zu kurz kam.

Im Fokus stand aber die Nachwuchsarbeit. Hier dominierte neben Licht und Schatten besonders der Wille zu neuen Angebotsformaten. So floppte der Jugendmusiktag trotz gutem Programm in Punkto Resonanz, auch die Kooperation mit der Grundschule im Rahmen einer Musik AG wird aktuell als nicht zielführend erachtet. Immerhin musizieren neben dem Jugendorchester derzeit 30 Kinder in vier Blockflötengruppen, im Projekt der musikalischen Früherziehung und als Instrumentalschüler. Für letztere soll nun eine Bläserklasse eingerichtet werden, um den Spaß im Zusammenspiel zu fördern. Eine größere Motivation versprachen sich Weitz und Münch zudem von einer altersübergreifenden Übungsstunde mit darauf folgenden Konzert anstelle des Jugendmusiktages.

Dirigent Andreas Schmidt bescheinigte seinen Musikern eine solide Leistung: „Wir sind auf einem guten Niveau“, dennoch verlange das Publikum frische Ideen. So erhielt das Jahreskonzert als gemütlicher Frühschoppen einen volkstümlichen Anstrich, auf Sicht gesehen solle aber wieder eine Abendveranstaltung etabliert werden. Das Manko dabei: „Wir sind ein feiner, aber kleiner Verein, haben es deshalb schwer bei der Stückauswahl immer alle Register zu besetzen.“ Mit Polka, Walzer und Marsch Locke man langfristig niemandem hinterm Ofen hervor, deshalb, so sein Fazit, müsse das musikalische Spektrum um Stücke erweitert werden, die auch Jüngere ansprechen. Als Nebeneffekt ließen sich so die Nachwuchsmusiker einfacher ins Stammorchester integrieren.

Zuletzt gab es noch Glückwünsche für engagierte Musiker: Thorsten Lemler, Dietmar Mittig, Simone Blome, Marius Münch und Armin Winkler führten die Vereinsstatistik an und durften sich über Geschenke freuen. Auch Termine waren zu notieren: Am 9. Juli stehen Blasmusik mit Haxenessen und am 13. August ein Familiennachmittag auf der Agenda. Am 4. November soll zudem als Beitrag zur 1200 Jahres-Feier Reichelsheims ein Konzert mit allen städtischen Musikvereinen in der Sport- und Festhalle steigen.

Die aktuellen Vorstandsmitglieder (von links): Alfred Schiel, Helmut Weitz, Armin Winkler, Berthold Schäfer, Marius Münch und Andreas Schmidt

Schlachtfest 2017

Zünftig und deftig: Schlachtfest der Harmonie

„Ausverkauft“, fasste Harmonie Vorsitzender Helmut Weitz gleichermaßen zufrieden wie überrascht zusammen. Rund 150 Gäste fanden den Weg in die Dorn-Assenheimer Sport- und Festhalle, um beim Schlachtfest des Musikvereins herzhafte Speisen zu genießen. Ihr Resümee: „Eine gelungene Veranstaltung“, bei der selbst die obligatorische Frage nach dem „Hat‘s geschmeckt“ mit lebhaftem Applaus beantwortet wurde. Der große Wurstkessel musste vor Ort zwar nicht angeheizt werden, denn die Waren wurden mundgerecht angeliefert. Doch auch so hatten die Helfer alle Hände voll zu tun. Blut- und Leberwürstchen dufteten genauso appetitlich wie saftiges Bauchfleisch oder deftiges Kasseler.

Viele waren nicht zuletzt wegen der musikalischen Unterhaltung gekommen. Die Aktiven der Sportunion aus Nieder-Florstadt zauberten das Ambiente, so wie sie es am besten können: mit ihren Instrumenten. Dabei setzte Dirigent Sascha Mistetzki auch auf stimmliche Qualitäten und so waren viele bekannte Stücke zum Mitsummen und Mitklatschen zu hören. Als dann der Duft der Schlachtspezialitäten verflogen war, kam Partystimmung auf. Die Sportunion drehte auf und begeisterte mit bekannten Ohrwürmern oder aktuellen Schlagern von Helene Fischer bis Neil Diamond.

 

Adventskonzert von Concordia und Harmonie

Sechs Nüsse für Aschenbrödel

Adventskonzert von Concordia und Harmonie in der Pfarrkirche St. Maria Magdalena

Quelle: http://www.holger-and-more.de/adventskonzert10122016.html

Reichelsheim – Dorn-Assenheim (hh.) „Das war Weihnachtszauber in allen Tonlagen“, lobte ein Konzertbesucher. Mit ihrer Literaturauswahl gelang es dem Gesangverein Concordia und dem Musikverein Harmonie einmal mehr, das Publikum in St. Maria Magdalena zu verwöhnen. Dabei paarten die Akteure festliche Chor- und Instrumentalmusik mit temperamentvollen Arrangements zu einem bunten Mosaik. Jede Region pflegt eigene Traditionen, jede Zeit seine eigene Stilrichtung und so erklang im Kirchenschiff der Wunsch nach Frohen Weihnachten mal poppig alpenländisch oder als spanisch-sprachiges Hirtenlied aus der Andenregion. Dabei waren auch der Kinderchor mit Yvonne Adelmann und das Jugendorchester unter Leitung von Lisa Bodem. Mit einem Suitenzyklus in vier Sätzen aus der Barockzeit und freudigen Joy to the world zeigte sie, wie auch mit kleiner Besetzung großartige Musik zu machen ist.

Mit einem harmonischen Zusammenspiel und viel Feingefühl überraschte die Concordia. Ob A-Capella oder Klavierbegleitung, die Sänger arbeiteten die Dynamik der Stücke präzise heraus und erwiesen sich auch in der modernen Chorliteratur stilsicher. Bereits beim Weihnachtsstern war die besondere Atmosphäre der Heiligen Nacht spürbar. Dazu passte das Hoffnung versprühende „Nacht von Bethlehem“ oder die tschechische Weise Einsam ist der Weg, ein rhythmisches Wechselspiel zwischen Chor und Solo-Trompeter Andreas Schmidt. Zwei Monate investierte die Concordia, um mit A Weihnacht wie‘s früher war den Sound der Schürzenjäger zu mimen. „Das mögen meine Sänger“ ergänzt Dirigent Tobias Lipka, der den Satz selbst arrangierte. Die Originale aus dem Zillertal mischen das im Studio mit unzähligen Stimmen ab, „das können wir ganz ohne Technik.“

„Dies ist ein konzertant ausgearbeiteter Satz und kein vierstimmiges Choralheftchen, was du auf der Zeil spielen würdest“, scherzte Harmonie Dirigent Sascha Mistetzki über eine von Kesselpauke verfeinerten Version von Es ist ein Ros entsprungen. Als Kontrast war dann auch der Santa Claus in einer peppigen Variante mit viel Swing gern gesehener Gast im Kirchenschiff. Dessen außerordentliche Akustik rief bei der sinnlichen Cantique Gänsehautatmosphäre hervor. Den Klarinetten gelang es, die Orgel- und Choralmusik des Stücks authentisch zu vermitteln. „Lassen sie ihre Phantasie spielen und fahren sie im glitzerndem Schnee mit schaubenden Rössern und Glöckchengeläut“, forderte die Harmonie nun das Publikum zu einer alpenländischen Schlittenfahrt auf. Das durfte bei Disneys The Beauty and the Beast gleich weiterträumen. Klassisch getragen mit bunten Klangfarben interpretierten die Musiker das Melodiemotiv der Liebesgeschichte mit schönen Soli von Flöten und Saxophon.

Nun stand der Heilige Abend gleich doppelt vor der Tür. Erst arbeitete die Concordia die unterschiedlichen Klangcharaktere beim Weihnachtsklassiker Drei Nüsse für Aschenbrödel präzise heraus, dann legt die Harmonie quasi noch drei Nüsse mit der Instrumentalversion drauf und trabte im 6/8tel Takt durch die weißen Landschaften dieser Filmmusik. „Schuhe können ein Leben verändern,“ sagt Mistetzki und fügt hinzu:„Musik auch.“

Jugendmusiktag 19.11.16

Schnuppernachmittag des Musikvereins Harmonie mit Nachwuchs-Auftritten

Quelle: http://holger-and-more.com/1_41_Blockflotenunterricht-beginnt-Januar.html

Reichelsheim – Dorn-Assenheim (hh.) „Wir wollten Werbung für die Nachwuchsarbeit machen, das ist uns nur teilweise gelungen“, zog Harmonie-Vorsitzender Helmut Weitz ein durchwachsenes Fazit des Jugendmusiktags. Unter dem Motto „Hören, probieren, informieren“ fanden dennoch einige neue Gesichter den Weg zum Schnuppern ins Pfarrheim, „obwohl wir eigentlich vor Ort ein viel größeres Potential haben.“

Immerhin könne im Januar ein neuer Blockflötenkurs begonnen werden, der an Kinder zwischen 6 und 9 Jahren gerichtet und die Basis des dreistufigen Konzepts der „Harmonie“-Nachwuchsförderung ist. Es folgen die Einzelausbildung am Instrument, aber auch Gemeinschaftsunterricht, „um den Spaß am Musizieren“ zu steigern. Ziel nach zwei weiteren Jahren ist dann die Aufnahme ins Jugendorchester.

Dieses Konzept ließ der Verein dann auch mit zahlreichen Auftritten lebendig werden. Zunächst legte Jugenddirigentin Lisa Bodem mit Rock, Pop und Country gleich richtig los und interpretierte Musik in modernen Variationen von Deep Purple bis Roger Miller. Selbst die Beatles schafften es auf die Bühne. Mit spielerischer Leichtigkeit begleiteten die Jungen und Mädchen bei I wan‘t to hold your Hand die Solostimmen mit ihren Rhythmusinstrumenten.

Auch die Mädchen der von Weitz betreuten Klarinetten- Block- und Querflötengruppen meisterten ihre Parts mit Bravour, ließen sich von Pumuckl bis Kalinka inspirieren und zeigten sich dem Publikum mit einer Prise Humor: Bei den drei Chinesen mit dem Kontrabass setzten sich die Kleinen Chinesenhüte auf. Da schnappten sich die Kinder im Saal die verbliebenen Hüte und machten kräftig mit.

Später probierten sie nach Herzenslust Instrumente aus, beliebt waren Trompete und Klarinette. Manches Instrument schien größer als die jungen Akteure selbst, sogar Tuba und Kesselpauken wurden unter die Lupe genommen. Und am Schlagzeug galt es mit Händen und Füßen unabhängig voneinander Schläge auszuführen. „Wir achten darauf, dass das Lernen am Instrument bezahlbar ist“, so Weitz abschließend, „dann können die Kinder in Ruhe entscheiden, was Spaß macht und was nicht“.

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