Dorn-Assenheim – Die Geschichte

Die Geschichte von Dorn-Assenheim sowie der näheren Umgebung wurde hauptsächlich von religiösen und klerikalen Ereignissen und Entscheidungen geprägt.

Die Gemarkung des heutigen Dorn-Assenheims wurde wahrscheinlich schon gegen 700 n. Chr. erstmals besiedelt. Eine erste urkundliche Erwähnung findet Dorn-Assenheim erstmals im Jahre 1273, damals noch Massinheim genannt.

Als der heilige Bonifatius im Jahre 722 nach Hessen kam, fand er beste politische Verhältnisse vor, die es gestatteten, eine Christianisierung in relativ kurzer Zeit durchzuführen. Hierzu gehörte auch die Siedlung, auf der später Dorn-Assenheim erbaut wurde.

Mit den Jahren wuchs der Einfluss der neuentstandenen Klöster in Fulda, Mainz, Worms und Limburg beträchtlich, wodurch sich nach und nach auch in der Wetterau verschiedene Besitztümer bildeten.

Anfangs dieser Epoche zählte Dorn-Assenheim zu den Besitztümern der Klosterabtei Fulda. Später fiel ein Teil Dorn-Assenheims an das Bistum Worms. Somit teilten sich diese beiden Besitztümer die Herrschaft über Ort und Bürger.

Zu Beginn des 15. Jahrhunderts wechselte Dorn-Assenheim durch ungeklärte Ursache in den Besitz von zwei Fürstenhäusern. Es waren dies die Häuser Frankenstein und Schönborn.
Später wurde Dorn-Assenheim komplett Besitz der Grafen zu Schönborn.

Allgemeine Konfusion trat am Ende des 15. Jahrhundert ein, als Martin Luther seine Thesen veröffentlichte und so die Reformationsbewegung in Gang brachte.

So wechselte Dorn-Assenheim im Jahre 1593 einmal mehr den Besitzer, dieses mal wechselte aber auch die Konfession. Waren die Grafen von Schönborn katholisch, so waren die nunmehr in den Besitz gekommenen Herren zu Schönburg protestantischen Glaubens. Dadurch hatten auch die Einwohner Dorn-Assenheims protestantisch zu werden.

Siebzig Jahre später meldeten die Herren von Schönborn erneut Ansprüche am Eigentum Dorn-Assenheims an, mit Erfolg, was zur Folge hatte, dass die Bürger urplötzlich wieder katholisch werden sollten.

Diese wehrten sich allerdings energisch gegen die Durchführung der sogenannten Gegenreformation, so dass erste Versuche, einen Glaubenswechsel vorzunehmen, kläglich scheiterten.

Nun, die Gegenreformation hat dennoch stattgefunden. Bei dieser Konstellation ist es bis heute geblieben.