Archiv des Autors: HelmutW

Informationen für Mitglieder und Freunde 12-2017

Informationen für unsere Mitglieder und Freunde

Adventskonzert am 3. Advent um 14:30 Uhr (17.12.2017)

Zum Adventskonzert mit den Sängerinnen und Sängern vom Gesangverein „Concordia“ laden wir alle herzlich ein! In diesem Jahr musizieren Dr. Schäfer an der Orgel, zwei Solisten, der Chor der „Concordia“ und unser Stammorchester.

Wir freuen uns auf viele Gäste und bitten Euch, in der Familie, bei Freunden und Nachbarn Werbung für das Konzert zu machen. Im letzten Jahr hat mir eine Zuhörerin gesagt: „Ich war zum ersten Mal im Konzert. Und es war so schön!“

Mit Kaffee + Kuchen und einem Glas Glühwein lässt sich das Konzert wunderbar abschließen.

Wir bitten herzlich um Kuchenspenden! Bitte einfach bei Helmut Weitz unter 060334731 oder 016097621665 melden. Herzlichen Dank vorab!

Was tut sich bei den jungen Musikern?

Die wöchentlichen Übungsstunden im Musikgarten, der Blöckflötengruppen, der Musikschüler und der neuen Jugendgruppe kriegen eigentlich nur die jungen Musiker, ihre Lehrer, die Eltern und evtl. Oma und Opa mit. Damit man sieht, dass wir ganz schön aktiv sind, hier eine Übersicht.

  • Im Musikgarten bei Tatjana Balser unterstützen wir 17 Kinder in der musikalischen Früherziehung
  • In drei Gruppen lernen 8 Kinder Blockflöte
  • Mit Flöte, Klarinette, Waldhorn und Schlagzeug haben 6 junge Musiker Unterricht
  • In der neuen Jugendgruppe (siehe nächsten Absatz) spielen 6 junge Musiker

Neue MusikerInnen sind immer herzlich willkommen! Also Werbung machen und uns informieren. Wir besorgen das Instrument und kümmern uns um den Lehrer, dann kann’s los gehen.

Ende Jugendorchester – neue Jugendgruppe

Im Jugendorchester haben in den letzten beiden Jahren sechs junge Leute gute Musik gemacht. Sie waren beim Pfarrfest, Adventskonzert, Schulfest, Martinszug und Jugendmusiktag zu hören.

Aus folgenden Gründen haben wir das Jugendorchester beendet:

Dirigentin hat durch Studium keine Zeit mehr / wöchentlicher Übungsstunden-Termin, an dem alle können, war schwer zu finden / junge Musiker rücken in nächster Zeit keine nach / bei Auftritten sind immer Aushilfen nötig.

Damit die jetzigen Musikschüler neben dem Einzelunterricht auch das Spiel in der Gruppe lernen, haben wir Mitte 2017 eine neue Jugendgruppe gegründet.

Aktuell sind folgende Instrumente in der Jugendgruppe vertreten: 2 x Flöte, 2 x Klarinette, Trompete und Schlagzeug. Auch hier gilt: Neue MusikerInnen sind herzlich willkommen!

Der erste Auftritt ist am 16. Dezember um 17:30 Uhr in der Vorabendmesse in unserer Pfarrkirche.

 

Gemeinsame Übungsstunde und Konzert am Samstag, dem 3. März 2018

Bisher haben unsere Aktivitäten in der Musikausbildung wenig Verbindung zum Stammorchester. Das soll sich durch diese gemeinsame Übungsstunde ändern.

Vom jüngsten Blockflötenspieler bis zum ältesten Bläser im Stammorchester üben alle gemeinsam einige Musikstücke ein. Diese eingeübten Stücke präsentieren wir dann in einem kleinen Konzert der ganzen Vereinsfamilie. Das wird ein Spaß!

Die Einladung dazu mit Uhrzeiten und Programmpunkten gibt’s rechtzeitig vorher.

 

Zu guter Letzt wünschen wir Dir und Deiner Familie einige ruhige Stunden im Advent,  Frohe Weihnachten und viel Glück und Gesundheit im neuen Jahr!

Die Vorstandsmitglieder des MV „Harmonie“: Alana Hessel, Marius Münch, Berthold Schäfer, Alfred Schiel, Andreas Schmidt, Helmut Weitz und Armin Winkler

Abend der Blasmusik – 1200 Jahre Reichelsheim – Spendenübergabe

Russische Seele, Böhmische Liebe und Nemo entdeckt

1200 Jahre Reichelsheim: Beim Konzert der städtischen Musikvereine erklingen die unterschiedlichsten Stilrichtungen

Reichelsheim – Dorn-Assenheim (hh.) „Erstmals stehen alle städtischen Musikvereine auf einer Bühne“, stimmte Hans-Richard Hitz auf eine Premiere ein. Nur wenig später sollte eine dreistellige Musikerzahl die Sport- und Festhalle in den Ausnahmezustand versetzen. „Das ist nicht nur die letzte Veranstaltung zum 1200. Geburtstag der Kernstadt“, ergänzte Bürgermeister Bertin Bischofsberger, „sondern auch ein schöner Übergang zur 700 Jahr Feier Dorn-Assenheims.“ Dann sprachen die Instrumente: Die Vereine aus Reichelsheim, Dorn-Assenheim und Blofeld spannten einen Bogen vom Broadway über Udo Jürgens zur böhmischen Musik. Das Fazit: Die Musiker beherrschen Konzertantes so stilsicher wie aktuelle Songs oder die Legenden der 60er.

„Ich kenne keine Genregrenzen“, gibt Alexander Gröb die Blofelder Richtung vor, um zunächst die Facetten der russischen Seele zu erkunden. Hier tummelten sichmelancholische Liebeslieder, tiefgründige Dramen oder ein rassiger Säbeltanz. Dabei meisternten die Musiker charakteristische Tempiwechsel akkurat wie im Popklassiker Music.  Der bezaubert durch In sauberem Piano getragenen Passagen gespickt mit ungewohnten 7/4tel Takten. Kontrastreich, gefühlvoll und dramatisch zieht die Hymne ihre Zuhörer in den Bann, um diese gleich mit Highland Cathedral auf den Pfad majestätisch schottischer Musik zu führen.

Die Italo-Western Klassiker von Enrico Morricone zeigten, wie bunt ein Blasorchester klingen kann. Harmonisch trampelten die Klarinetten mit Hufegeklapper des Weges entlang, dann starteten die tiefen Register fzum dramatischen Spiel mir das Lied vom Tod. Spannend und gefühlvoll zeigte sich die Musicalwelt von Andrew Lloyd Webber. Das vielschichtige Arrangement bestach durch die Melodieführung der Trompeten bei Jesus Christ oder dem spannungsgeladenen Part im tiefen Blech bei Phantom der Oper.

„Wir haben viel Zeit in das Zusammenspiel der Register investiert“, lobte Andreas Schmidt seine Akteure. Einem zackigen Militärmarsch folgte ein „Schlageranfall“: In Udo Jürgens live präsentierten sie eine Songauswahl der 70er und 80er Jahre. So standen die Trompeten auf „17 Jahr, blondes Haar“, während die Klarinetten „Mit 66 Jahren“ das Leben beginnen ließen, sich das tiefe Blech „Aber bitte mit Sahne“ wünschte und die hohen Stimmen zum „Griechischen Wein“ zuprosteten. Eine tolle Artikulation der extrem abwechslungsreichen Melodienführung.

Dabei schüttelten die Musiker unterschiedlichste Swingelemente aus dem Handgelenk: Hier der mitreißende St. Louis Blues, dort das unbeschwerte, fast tänzerische Beyond the Sea. „Das ist Musik aus Nemo, meinem Lieblingsfilm“, hört man ein Kind mitsummen. Es folgte der funkensprühende Nostalgietrip in die 60er mit Flower Power und Woodstock. Im Spirit of 69 wurden hippige Songs der Monkees lebendig wie der Sound der Bee Gees in der Ballade Massachusetts oder bodenständige Countrymusik.

Mit Stücken aus Böhmen und Tirol erhielt Wernfried Meiß eine Steilvorlage. „Wer hat sich bei diesen herrlichen Polkas und schmissigen Märschen nicht schon mal dabei ertappt, mit den Fingern zu schnipsen“, betonte der Reichelsheimer sein untrügliches Gespür für den Geschmack des Publikums. Das outete sich als Fan böhmischer oder Egerländer Lebensart und hatte zudem seine Freude an Kärntner Klängen und den stilistischer Raffinessen der oberschwäbischen Dorfmusikanten. Dennoch: Der Höhepunkt war gesanglicher Natur. Mit Daniela Hess griff Meiß zum Mikrofon und bekannte sich zur „Böhmischen Liebe“.

Dann wurde es laut: Nach den Alten Kameraden und dem Böhmischen Traum erwiesen alle Musiker gemeinsam dem Geburtstagskind mit dem „Gruß an Reichelsheim“ ihre Referenz.

Schnell, schwungvoll und dennoch sehr exakt: Der Musikverein Harmonie begeisterte mit spritzigen Märschen und temperamentvollen Melodien

Waren für den volkstümlichen Konzertpart verantwortlich: Wernfried Meiß und Daniela Hess interpretierten die Böhmische Liebe auf Ihre Weise.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Premiere: Erstmals standen die Musiker aus Blofeld, Dorn-Assenheim und Reichelsheim gemeinsam auf einer Bühne

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Über 600 Euro für Sozialstation

Reichelsheim – Dorn-Assenheim (hh.) Die letzte Veranstaltung der Reihe 1200 Jahre Stadt Reichelheim für den guten Zweck. Betina Krückl und Christina Benner (vorn rechts) durften sich während des Abends der Blasmusik über einen Scheck von rund 600 Euro für die Sozialstation Mittlere Wetterau freuen. Die Vorsitzenden des Musikvereins Reichelsheim, Hans Richard Hitz und der Harmonie Dorn-Assenheim, Helmut Weitz wie die Abteilungsleiterin des Musikzuges Blofeld, Lena Herget (hinten im Bild) hatten auf Eintrittsgelder verzichtet und stattdessen um eine Spende gebeten. „Wir werden das in die Fortbildung investieren“, sagt Krückl, denn nicht alles ist über die gesetzlichen Möglichkeiten abgedeckt. Es mache nicht immer Sinn bei zwanzig Mitarbeitern nur einzelne Personen zu solchen Terminen zu schicken, „besser ist es wenn vor Ort alle und damit letztendlich auch die Patienten profitieren.“ Dabei werde ein Schwerpunkt auf den Bezug zur Demenzbetreuung gelegt.

Spendenübergabe an Betina Krückl und Christina Benner von der Sozialstation Mittlere Wetterau

 

CD-Aufnahme am 8. Oktober 2017

Am Sonntag, dem 8. Oktober war es endlich soweit. Über einige Monate hatte uns unser Dirigent Andreas Schmidt auf diese Aktion vorbereitet. Die vier Stücke – 3 mal Polka und 1 mal Marsch – haben wir bis ins Detail geübt, damit die Aufnahmen gelingen und wir uns mit guter Musik auf der Gemeinschafts-CD präsentieren.

Weitere Aufnahmen für diese Gemeinschafts-CD kommen noch vom Musikverein Ober-Mockstadt und von den Wettertaler Musikanten aus Oppershofen. Für sie war am Freitag und Samstag davor Aufnahmezeit.

An diesem Sonntagmorgen kamen wir mit einigem Lampenfieber im Bürgerhaus Oppershofen an. Für uns alle war es eine Premiere. Eine CD-Aufnahme hatte noch keiner von uns vorher mitgemacht.

Nachdem wir uns eingespielt hatten und die Aufnahmetechnik eingerichtet war, ging es um 9 Uhr mit der Aufnahme der Polka „Die Kapelle hat gewonnen“ los. Der Aufnahmeleiter Otto Först gab das Ziel der nächsten Stunden vor: Spielt die Stücke so gut, wie ihr sie noch nie gespielt habt!

Mit voller Konzentration spielten wir Teil für Teil der Polka ein. Hatte der Aufnahmeleiter kritische Stellen erkannt, wurden diese im Detail nochmals geübt und dann fehlerfrei aufgenommen. Es war ein erstes Aufatmen als Otto Först sagte „Die Polka ist aufgenommen; so können wir’s lassen!“

Mit einer kurzen Verschnaufpause ging wir die Aufnahme der „Feinschmecker-Polka“ in gleicher Weise an. Danach folgten „Böhmische Liebe“ und der „Castaldo-Marsch“. Das Schwierigste war, sich über die lange Zeit zu konzentrieren und die Stücke so zu spielen, wie wir es eingeübt hatten.

Nach viereinhalb Stunden hatten wir alle vier Stücke aufgenommen. Unser Dirigent und Otto Först waren mit unserer Musik sehr zufrieden. Das intensive Üben hat sich ausgezahlt und uns unabhängig von der CD-Aufnahme im Zusammenspiel weiter gebracht. Wir sind auf die CD gespannt, die voraussichtlich im Frühjahr 2018 fertig sein wird.

Musikerausflug nach Heppenheim

In diesem Jahr ging der Ausflug der aktiven Musiker nach Heppenheim. Warum gerade Heppenheim? Gerhard Herbert, unser ehemaliger Musiker, früheres Vorstandsmitglied und früherer Heppenheimer Bürgermeister hatte uns eingeladen.

Toll hat er uns begrüßt: Mit original Heppenheimer Wein. Während dem Weingenuss hatten wir ausgiebig Gelegenheit über alte und junge Vereinsgeschichten zu sprechen.

Eine Wäscherin aus früheren Zeiten hat uns die baulichen Schönheiten und lauschigen Ecken von „Hepprum“ gezeigt und viele Geschichten und Geschichtschen erzählt. Nach der Stadtführung führte uns der Weg auf die Starkenburg, in der Hoffnung, dort etwas Essbares zu bekommen. Wir mussten mit flüssigem Brot auskommen.

Alles Wissenswerte über den Weinbanbau an der Bergstraße erfuhren wir bei einer Besichtigung der Winzergenossenschaft. Zwischen den Weinproben und dem Abendessen haben wir noch einige Musikstücke gespielt.

Haxenessen und Blasmusik

Wie Kirmes, nur schöner

Premiere: Gute Stimmung bei Blasmusik und Haxenessen auf dem Kirchplatz

„Das ist hier heute wie Kirmes, sogar einen Tick schöner“ schwärmt ein Gast bereits zur Mittagszeit von einer kleinen Premiere. Erstmals hatte der Musikverein zum Haxenessen auf dem Kirchplatz eingeladen und so das Resumee von Vereinschef Helmut Weitz mit seinem Konzept in Punkto Zuspruch und Atmosphäre auch voll ins Schwarze getroffen. Denn neben knusprigem Gebrutzelten war traditionelle Blasmusik der Grant für eine gelungene Veranstaltung.

Die Musiker aus Reichelheim zauberten dabei eine gemütliche Stimmung wie sie es am besten können. Nämlich mit böhmischen und egerländer Rhythmen. Und Dirigent Wernfried Meiß, dem zuweil der Ruf als Ernst Mosch aus Reichelsheim vorauseilt, würzte den Auftritt mit mancher Prise Humor. Mit seinen Entertainerqualitäten sang und pfiff zu den Klängen seiner Musiker und schlug so den Bogen zum Publikum. Dies bedankte sich mit lautem Mitklatschen für einen ausgelassenen Frühschoppen, der je nach Gusto zum nachmittäglichen Dämmerschoppen umfunktioniert wurde.

Dass es den Gästen an nichts fehlte war auch das Resultat von jeder Menge Extraaufwand und Organisation. Seit 6 Uhr morgens stellte das Team um Weitz und Harmonie-Dirigent Andreas Schmidt Zapfwagen, Grillstation und schattenspendende Zelte auf. Eine Abwägungssache, wie Weitz zugab. Eine Hallenveranstaltung wie im Vorjahr sei weniger aufwändig, „bei strahlendem Sonnenschein wollen die Leute aber lieber im Freien feiern.“

„Wir sehen uns am 4. November wieder“, weckten Weitz und Meiß zum Schluss Apppetit auf mehr. Dann stehen in der Sport- und Festhalle alle Reichelsheimer Musikvereine auf der Bühne. Bei einem Abend der Blasmusik zum 1200-jährigen Jubiläum der Kernstadt.

Musikerinnen und Musiker des Musikvereins Reichelsheim unter Leitung von Wernfried Meiß

Jungmusiker auf Flughafentour

Der Rhein-Main-Airport ist sehr beeindruckend. Und die Flugzeuge dort, inklusive dem zurzeit größten der Welt, ebenso.

Die Jugendleitung des Musikvereins „Harmonie“ hatte die Jungmusiker zwischen 7 und 14 Jahren plus Musiklehrer am vergangenen Samstag zu dieser Flughafentour eingeladen. Zur Abwechslung mal ein Angebot außerhalb von Übungsstunde, Musikinstrument, Noten und Tönen.

Wie jeder Flugreisende mussten alle vor der Bustour den Sicherheitscheck durchlaufen. Bei dreien hat es so oft gepiept, dass sie sogar Schuhe und Strümpfe ausziehen mussten.

Mit dem Bus kamen sie hautnah an die geparkten Flugzeuge heran und staunten über ihre Größe und Spannweite. Auch das zurzeit größte Passagierflugzeug der Welt, ein Airbus A380 der Thai-Airways, im poppigen lila Design konnten sie bewundern und jede Menge Fotos schießen.

Während der Fahrt auf dem Flughafengelände erhielten sie viele Informationen über Flugzeuge, Fluggesellschaften, Passagiere und die Abfertigung. Auch einige Starts und Landungen konnten sie ganz nahe vom Bus aus sehen.

Mit der SkyLine wechselten sie zum Terminal 2 um sich nach einer Stärkung bei MD das bunte Treiben an den Gates und auf dem Rollfeld von der Besucherterrasse aus anzusehen. Für die jungen Musiker waren jedoch die rasanten Raketen-Rutschen viel interessanter. Deshalb fiel der Terrassenbesuch trotz gutem Ausblick und Sonnenschein relativ kurz aus.

Mit dem RMV und vielen neuen Eindrücken kamen alle am Spätnachmittag wohlbehalten wieder zu Hause an.

Helmut Weitz bleibt Harmonie-Chef

Hauptversammlung: CD-Aufnahme im Oktober – Neue Formate in der Jugendarbeit

„Wir wollen uns auf die Aufnahme einer CD konzentrieren, das hat Priorität vor einem eigenen Konzert“, gab Harmonie-Vorsitzender Helmut Weitz die Richtung für die kommenden Monate vor. Als Dauerabonnent für diese Funktion bestätigte ihn die Hauptversammlung auch für die kommenden zwei Jahre. Der seit 1972 amtierende Harmonie-Chef steuert damit auf 50. Vorstandsjahre bei den Musikern zu, zuvor hatte er vier Jahre lang die Vize-Position inne. Dabei kann Weitz auf weitgehende Kontinuität im Team setzen: Stellvertreter bleibt Andreas Schmidt, Schriftführer Armin Winkler und Rechner Alfred Schiel. Die Jugendvertreter Alana Hessel und Marius Münch komplettieren mit Beisitzer Berthold Schäfer die Mannschaft, der für Andreas Dönges gewählt wurde.

„Verein ist, was Du daraus machst“, bilanzierte Weitz und verwies auf den mit 19 Auftritten und 45 Übungsstunden prall gefüllten Terminkalender, worunter er das erst kürzlich gut besuchte Schachtfest mit Stimmungsmusik hervorhob. Resultat seien qualitativ ansprechende und abwechslungsreiche Auftritte, bei denen auch die Geselligkeit nicht zu kurz kam.

Im Fokus stand aber die Nachwuchsarbeit. Hier dominierte neben Licht und Schatten besonders der Wille zu neuen Angebotsformaten. So floppte der Jugendmusiktag trotz gutem Programm in Punkto Resonanz, auch die Kooperation mit der Grundschule im Rahmen einer Musik AG wird aktuell als nicht zielführend erachtet. Immerhin musizieren neben dem Jugendorchester derzeit 30 Kinder in vier Blockflötengruppen, im Projekt der musikalischen Früherziehung und als Instrumentalschüler. Für letztere soll nun eine Bläserklasse eingerichtet werden, um den Spaß im Zusammenspiel zu fördern. Eine größere Motivation versprachen sich Weitz und Münch zudem von einer altersübergreifenden Übungsstunde mit darauf folgenden Konzert anstelle des Jugendmusiktages.

Dirigent Andreas Schmidt bescheinigte seinen Musikern eine solide Leistung: „Wir sind auf einem guten Niveau“, dennoch verlange das Publikum frische Ideen. So erhielt das Jahreskonzert als gemütlicher Frühschoppen einen volkstümlichen Anstrich, auf Sicht gesehen solle aber wieder eine Abendveranstaltung etabliert werden. Das Manko dabei: „Wir sind ein feiner, aber kleiner Verein, haben es deshalb schwer bei der Stückauswahl immer alle Register zu besetzen.“ Mit Polka, Walzer und Marsch Locke man langfristig niemandem hinterm Ofen hervor, deshalb, so sein Fazit, müsse das musikalische Spektrum um Stücke erweitert werden, die auch Jüngere ansprechen. Als Nebeneffekt ließen sich so die Nachwuchsmusiker einfacher ins Stammorchester integrieren.

Zuletzt gab es noch Glückwünsche für engagierte Musiker: Thorsten Lemler, Dietmar Mittig, Simone Blome, Marius Münch und Armin Winkler führten die Vereinsstatistik an und durften sich über Geschenke freuen. Auch Termine waren zu notieren: Am 9. Juli stehen Blasmusik mit Haxenessen und am 13. August ein Familiennachmittag auf der Agenda. Am 4. November soll zudem als Beitrag zur 1200 Jahres-Feier Reichelsheims ein Konzert mit allen städtischen Musikvereinen in der Sport- und Festhalle steigen.

Die aktuellen Vorstandsmitglieder (von links): Alfred Schiel, Helmut Weitz, Armin Winkler, Berthold Schäfer, Marius Münch und Andreas Schmidt

Schlachtfest 2017

Zünftig und deftig: Schlachtfest der Harmonie

„Ausverkauft“, fasste Harmonie Vorsitzender Helmut Weitz gleichermaßen zufrieden wie überrascht zusammen. Rund 150 Gäste fanden den Weg in die Dorn-Assenheimer Sport- und Festhalle, um beim Schlachtfest des Musikvereins herzhafte Speisen zu genießen. Ihr Resümee: „Eine gelungene Veranstaltung“, bei der selbst die obligatorische Frage nach dem „Hat‘s geschmeckt“ mit lebhaftem Applaus beantwortet wurde. Der große Wurstkessel musste vor Ort zwar nicht angeheizt werden, denn die Waren wurden mundgerecht angeliefert. Doch auch so hatten die Helfer alle Hände voll zu tun. Blut- und Leberwürstchen dufteten genauso appetitlich wie saftiges Bauchfleisch oder deftiges Kasseler.

Viele waren nicht zuletzt wegen der musikalischen Unterhaltung gekommen. Die Aktiven der Sportunion aus Nieder-Florstadt zauberten das Ambiente, so wie sie es am besten können: mit ihren Instrumenten. Dabei setzte Dirigent Sascha Mistetzki auch auf stimmliche Qualitäten und so waren viele bekannte Stücke zum Mitsummen und Mitklatschen zu hören. Als dann der Duft der Schlachtspezialitäten verflogen war, kam Partystimmung auf. Die Sportunion drehte auf und begeisterte mit bekannten Ohrwürmern oder aktuellen Schlagern von Helene Fischer bis Neil Diamond.