Archiv des Autors: HelmutW

Musikerausflug nach Heppenheim

In diesem Jahr ging der Ausflug der aktiven Musiker nach Heppenheim. Warum gerade Heppenheim? Gerhard Herbert, unser ehemaliger Musiker, früheres Vorstandsmitglied und früherer Heppenheimer Bürgermeister hatte uns eingeladen.

Toll hat er uns begrüßt: Mit original Heppenheimer Wein. Während dem Weingenuss hatten wir ausgiebig Gelegenheit über alte und junge Vereinsgeschichten zu sprechen.

Eine Wäscherin aus früheren Zeiten hat uns die baulichen Schönheiten und lauschigen Ecken von „Hepprum“ gezeigt und viele Geschichten und Geschichtschen erzählt. Nach der Stadtführung führte uns der Weg auf die Starkenburg, in der Hoffnung, dort etwas Essbares zu bekommen. Wir mussten mit flüssigem Brot auskommen.

Alles Wissenswerte über den Weinbanbau an der Bergstraße erfuhren wir bei einer Besichtigung der Winzergenossenschaft. Zwischen den Weinproben und dem Abendessen haben wir noch einige Musikstücke gespielt.

Haxenessen und Blasmusik

Wie Kirmes, nur schöner

Premiere: Gute Stimmung bei Blasmusik und Haxenessen auf dem Kirchplatz

„Das ist hier heute wie Kirmes, sogar einen Tick schöner“ schwärmt ein Gast bereits zur Mittagszeit von einer kleinen Premiere. Erstmals hatte der Musikverein zum Haxenessen auf dem Kirchplatz eingeladen und so das Resumee von Vereinschef Helmut Weitz mit seinem Konzept in Punkto Zuspruch und Atmosphäre auch voll ins Schwarze getroffen. Denn neben knusprigem Gebrutzelten war traditionelle Blasmusik der Grant für eine gelungene Veranstaltung.

Die Musiker aus Reichelheim zauberten dabei eine gemütliche Stimmung wie sie es am besten können. Nämlich mit böhmischen und egerländer Rhythmen. Und Dirigent Wernfried Meiß, dem zuweil der Ruf als Ernst Mosch aus Reichelsheim vorauseilt, würzte den Auftritt mit mancher Prise Humor. Mit seinen Entertainerqualitäten sang und pfiff zu den Klängen seiner Musiker und schlug so den Bogen zum Publikum. Dies bedankte sich mit lautem Mitklatschen für einen ausgelassenen Frühschoppen, der je nach Gusto zum nachmittäglichen Dämmerschoppen umfunktioniert wurde.

Dass es den Gästen an nichts fehlte war auch das Resultat von jeder Menge Extraaufwand und Organisation. Seit 6 Uhr morgens stellte das Team um Weitz und Harmonie-Dirigent Andreas Schmidt Zapfwagen, Grillstation und schattenspendende Zelte auf. Eine Abwägungssache, wie Weitz zugab. Eine Hallenveranstaltung wie im Vorjahr sei weniger aufwändig, „bei strahlendem Sonnenschein wollen die Leute aber lieber im Freien feiern.“

„Wir sehen uns am 4. November wieder“, weckten Weitz und Meiß zum Schluss Apppetit auf mehr. Dann stehen in der Sport- und Festhalle alle Reichelsheimer Musikvereine auf der Bühne. Bei einem Abend der Blasmusik zum 1200-jährigen Jubiläum der Kernstadt.

Musikerinnen und Musiker des Musikvereins Reichelsheim unter Leitung von Wernfried Meiß

Jungmusiker auf Flughafentour

Der Rhein-Main-Airport ist sehr beeindruckend. Und die Flugzeuge dort, inklusive dem zurzeit größten der Welt, ebenso.

Die Jugendleitung des Musikvereins „Harmonie“ hatte die Jungmusiker zwischen 7 und 14 Jahren plus Musiklehrer am vergangenen Samstag zu dieser Flughafentour eingeladen. Zur Abwechslung mal ein Angebot außerhalb von Übungsstunde, Musikinstrument, Noten und Tönen.

Wie jeder Flugreisende mussten alle vor der Bustour den Sicherheitscheck durchlaufen. Bei dreien hat es so oft gepiept, dass sie sogar Schuhe und Strümpfe ausziehen mussten.

Mit dem Bus kamen sie hautnah an die geparkten Flugzeuge heran und staunten über ihre Größe und Spannweite. Auch das zurzeit größte Passagierflugzeug der Welt, ein Airbus A380 der Thai-Airways, im poppigen lila Design konnten sie bewundern und jede Menge Fotos schießen.

Während der Fahrt auf dem Flughafengelände erhielten sie viele Informationen über Flugzeuge, Fluggesellschaften, Passagiere und die Abfertigung. Auch einige Starts und Landungen konnten sie ganz nahe vom Bus aus sehen.

Mit der SkyLine wechselten sie zum Terminal 2 um sich nach einer Stärkung bei MD das bunte Treiben an den Gates und auf dem Rollfeld von der Besucherterrasse aus anzusehen. Für die jungen Musiker waren jedoch die rasanten Raketen-Rutschen viel interessanter. Deshalb fiel der Terrassenbesuch trotz gutem Ausblick und Sonnenschein relativ kurz aus.

Mit dem RMV und vielen neuen Eindrücken kamen alle am Spätnachmittag wohlbehalten wieder zu Hause an.

Helmut Weitz bleibt Harmonie-Chef

Hauptversammlung: CD-Aufnahme im Oktober – Neue Formate in der Jugendarbeit

„Wir wollen uns auf die Aufnahme einer CD konzentrieren, das hat Priorität vor einem eigenen Konzert“, gab Harmonie-Vorsitzender Helmut Weitz die Richtung für die kommenden Monate vor. Als Dauerabonnent für diese Funktion bestätigte ihn die Hauptversammlung auch für die kommenden zwei Jahre. Der seit 1972 amtierende Harmonie-Chef steuert damit auf 50. Vorstandsjahre bei den Musikern zu, zuvor hatte er vier Jahre lang die Vize-Position inne. Dabei kann Weitz auf weitgehende Kontinuität im Team setzen: Stellvertreter bleibt Andreas Schmidt, Schriftführer Armin Winkler und Rechner Alfred Schiel. Die Jugendvertreter Alana Hessel und Marius Münch komplettieren mit Beisitzer Berthold Schäfer die Mannschaft, der für Andreas Dönges gewählt wurde.

„Verein ist, was Du daraus machst“, bilanzierte Weitz und verwies auf den mit 19 Auftritten und 45 Übungsstunden prall gefüllten Terminkalender, worunter er das erst kürzlich gut besuchte Schachtfest mit Stimmungsmusik hervorhob. Resultat seien qualitativ ansprechende und abwechslungsreiche Auftritte, bei denen auch die Geselligkeit nicht zu kurz kam.

Im Fokus stand aber die Nachwuchsarbeit. Hier dominierte neben Licht und Schatten besonders der Wille zu neuen Angebotsformaten. So floppte der Jugendmusiktag trotz gutem Programm in Punkto Resonanz, auch die Kooperation mit der Grundschule im Rahmen einer Musik AG wird aktuell als nicht zielführend erachtet. Immerhin musizieren neben dem Jugendorchester derzeit 30 Kinder in vier Blockflötengruppen, im Projekt der musikalischen Früherziehung und als Instrumentalschüler. Für letztere soll nun eine Bläserklasse eingerichtet werden, um den Spaß im Zusammenspiel zu fördern. Eine größere Motivation versprachen sich Weitz und Münch zudem von einer altersübergreifenden Übungsstunde mit darauf folgenden Konzert anstelle des Jugendmusiktages.

Dirigent Andreas Schmidt bescheinigte seinen Musikern eine solide Leistung: „Wir sind auf einem guten Niveau“, dennoch verlange das Publikum frische Ideen. So erhielt das Jahreskonzert als gemütlicher Frühschoppen einen volkstümlichen Anstrich, auf Sicht gesehen solle aber wieder eine Abendveranstaltung etabliert werden. Das Manko dabei: „Wir sind ein feiner, aber kleiner Verein, haben es deshalb schwer bei der Stückauswahl immer alle Register zu besetzen.“ Mit Polka, Walzer und Marsch Locke man langfristig niemandem hinterm Ofen hervor, deshalb, so sein Fazit, müsse das musikalische Spektrum um Stücke erweitert werden, die auch Jüngere ansprechen. Als Nebeneffekt ließen sich so die Nachwuchsmusiker einfacher ins Stammorchester integrieren.

Zuletzt gab es noch Glückwünsche für engagierte Musiker: Thorsten Lemler, Dietmar Mittig, Simone Blome, Marius Münch und Armin Winkler führten die Vereinsstatistik an und durften sich über Geschenke freuen. Auch Termine waren zu notieren: Am 9. Juli stehen Blasmusik mit Haxenessen und am 13. August ein Familiennachmittag auf der Agenda. Am 4. November soll zudem als Beitrag zur 1200 Jahres-Feier Reichelsheims ein Konzert mit allen städtischen Musikvereinen in der Sport- und Festhalle steigen.

Die aktuellen Vorstandsmitglieder (von links): Alfred Schiel, Helmut Weitz, Armin Winkler, Berthold Schäfer, Marius Münch und Andreas Schmidt

Schlachtfest 2017

Zünftig und deftig: Schlachtfest der Harmonie

„Ausverkauft“, fasste Harmonie Vorsitzender Helmut Weitz gleichermaßen zufrieden wie überrascht zusammen. Rund 150 Gäste fanden den Weg in die Dorn-Assenheimer Sport- und Festhalle, um beim Schlachtfest des Musikvereins herzhafte Speisen zu genießen. Ihr Resümee: „Eine gelungene Veranstaltung“, bei der selbst die obligatorische Frage nach dem „Hat‘s geschmeckt“ mit lebhaftem Applaus beantwortet wurde. Der große Wurstkessel musste vor Ort zwar nicht angeheizt werden, denn die Waren wurden mundgerecht angeliefert. Doch auch so hatten die Helfer alle Hände voll zu tun. Blut- und Leberwürstchen dufteten genauso appetitlich wie saftiges Bauchfleisch oder deftiges Kasseler.

Viele waren nicht zuletzt wegen der musikalischen Unterhaltung gekommen. Die Aktiven der Sportunion aus Nieder-Florstadt zauberten das Ambiente, so wie sie es am besten können: mit ihren Instrumenten. Dabei setzte Dirigent Sascha Mistetzki auch auf stimmliche Qualitäten und so waren viele bekannte Stücke zum Mitsummen und Mitklatschen zu hören. Als dann der Duft der Schlachtspezialitäten verflogen war, kam Partystimmung auf. Die Sportunion drehte auf und begeisterte mit bekannten Ohrwürmern oder aktuellen Schlagern von Helene Fischer bis Neil Diamond.